Als ich ward geboren, von der Mutter Schoß
Warst du bereits da, wartend auf mich
Alle sprachen von dir mit Worten groß
Doch erkannte ich dich damals nicht.
Als älter ich wurde, in Körper und Seele
Bemerkte ich dich hier und da
Du wartetest, auf das ich zu dir käme
Gabst meinem Leben Sinn für wahr
Durch Jahre des Lebens, sei es noch so schwer
Begleitetest du mich mit starker Hand
Und wurde es immer mehr und mehr
Hieltst du mich bei Sinnen, Gott sei Dank(und Verstand)
Als des erst Mädchen Lippen
Sanft ich mit den meinen liebkost‘
Spürte ich dich auf meine Schulter tippen,
Als ob du ahntest was ich nicht gewusst
Dann immer wieder in den folgenden Jahren,
Erkannte ich dein süßes Gesicht
Du wittertest alle drohenden Gefahren
Und vor allen warntest du mich
Der Duft deines lieblich weichen Leibes,
Deine Engelsgleich Statur
Ich wollte, dass du für immer bleibest
Ich sei dein, versprachst du mir nur.
Nun liege ich an deiner Seite
Stark hältst du mich in deinem Arm
Fühl mich, als ob über eine Wiese ich reite
Fühl mich sicher bei dir und warm
„Ich liebe dich“, hauch ich dir entgegen
Voll Zärtlichkeit ruht dein Auge auf mir
„Komm mit mir auf eine ferne Reise“
Ich vertraue und ich folge dir.
So ziehe ich mit dir von dannen
Lass‘ alles los, was zurück mich hält
Nichts schlechtes kann mich jetzt noch fangen
Kein Regen mehr, der auf mich fällt.
Wir reisen zusammen zwischen den Sternen
Keine Rolle spielen Raum und Zeit
Zu deinen Gestanden, den so fernen
Wo ist kein Hass, kein Zorn, kein Neid.
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Die Reise
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