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Der Literatur-Strich

Die Reise

Lesedauer 2 Minuten

Als ich ward geboren, von der Mutter Schoß 
Warst du bereits da, wartend auf mich 
Alle sprachen von dir mit Worten groß 
Doch erkannte ich dich damals nicht. 
 
Als älter ich wurde, in Körper und Seele 
Bemerkte ich dich hier und da 
Du wartetest, auf das ich zu dir käme 
Gabst meinem Leben Sinn für wahr  
 
Durch Jahre des Lebens, sei es noch so schwer 
Begleitetest du mich mit starker Hand 
Und wurde es immer mehr und mehr 
Hieltst du mich bei Sinnen, Gott sei Dank(und Verstand)  
 
Als des erst Mädchen Lippen 
Sanft ich mit den meinen liebkost‘ 
Spürte ich dich auf meine Schulter tippen, 
Als ob du ahntest was ich nicht gewusst 
 
Dann immer wieder in den folgenden Jahren, 
Erkannte ich dein süßes Gesicht 
Du wittertest alle drohenden Gefahren 
Und vor allen warntest du mich  
 
Der Duft deines lieblich weichen Leibes, 
Deine Engelsgleich Statur 
Ich wollte, dass du für immer bleibest 
Ich sei dein, versprachst du mir nur.  
 
Nun liege ich an deiner Seite 
Stark hältst du mich in deinem Arm 
Fühl mich, als ob über eine Wiese ich reite 
Fühl mich sicher bei dir und warm  
 
„Ich liebe dich“, hauch ich dir entgegen 
Voll Zärtlichkeit ruht dein Auge auf mir 
„Komm mit mir auf eine ferne Reise“ 
Ich vertraue und ich folge dir.  
 
So ziehe ich mit dir von dannen 
Lass‘ alles los, was zurück mich hält 
Nichts schlechtes kann mich jetzt noch fangen 
Kein Regen mehr, der auf mich fällt.  
 
Wir reisen zusammen zwischen den Sternen 
Keine Rolle spielen Raum und Zeit 
Zu deinen Gestanden, den so fernen 
Wo ist kein Hass, kein Zorn, kein Neid.

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