Kategorien
Der Literatur-Strich

Lass uns ans Meer fahren

Lesedauer < 1 Minute

Komm, wir fahren ans Meer.

Wir setzen uns an den Strand und warten, bis die Flut das Wasser unsere Zehenspitzen berühren lässt.

Keine Koffer.

Keine Pläne.

Keine Gedanken an gestern, heute oder morgen.

Wir reden.

Über Gott und die Welt.

Oder wir schweigen.

Weil es manchmal keine Worte braucht, um sich zu verstehen.

Nur der Sand, der langsam die Wärme des Tages abgibt.

Die Wellen, die sich mit jedem zarten Schlag neu erschaffen.

Der Himmel, der den Blick zum Horizont leitet, um uns die Unendlichkeit der Vergänglichkeit vor Augen zu halten.

Und wir.

Aus Sternstaub geschaffen und mit kosmischer Energie zum Leben erweckt nur, um einen einzigen Atemzug gemeinsam zu erleben.

Die Gewissheit, dass der Zerfall nur eine Möglichkeit ist, aus den Teilen des Anderen neu geschaffen zu werden.

Wie Magnete stoßen wir uns ab, um doch immer wieder voneinander angezogen zu werden.

Komm, lass uns ans Meer fahren und für einen Wimpernschlag die Unendlichkeit genießen.

Nur ganz kurz.

Für immer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert